++++EILMELDUNG++++ Musikvermittlung widerlegt +++EILMELDUNG+++++

Forscher*innen haben Unglaubliches entdeckt: In einer kleinen Stadt hoch im Norden Deutschlands strömen unzählige Menschen aus der ganzen Welt zu Konzerten klassischer bis avantgardistischer Musik. Die Forscher*innen können sich dieses Phänomen bis dato nicht erklären und vermuten außerirdische Strahlung, die die Menschen in ihrer natürlichen Verhaltensweise verändert haben muss. Denn es gibt keine besonderen Vermittlungsprojekte, die Namen bzw. die Gesichter der Solisten sind unbekannt, es wird kein Bier für lau während der Konzerte ausgeschenkt und selbst die Kartenpreise liegen im nationalen Durchschnitt. Frau Prof. Dr. Dr. Koala Zimmermann berichtete unserem Blatt: “Selbst ein Kammerkonzert mit Werken von Ligeti, Skrjabin und Wild war bis auf den letzten Platz ausverkauft in einem Saal mit 550 Plätzen.” Das kannte die renommierte Wissenschaftlerin bisher nur von Konzert-Programmen, in denen Musik vorkomme, die das Volk bereits aus Automobil-Werbung kannte. Dies ist ein Einschnitt in die Wissenschaftsgeschichte, denn damit sind die Erkenntnisse der gegenwärtigen Musikvermittlungsforschung gänzlich widerlegt.

 

Juana Zimmermann

Echauffiert sich am liebsten über netzfreie Zonen, Opern und Chronobiologieverweigerern. Hat Kuwi, Muwi und ein bisschen Mewi, Kowi und Philo in Magister-Studierenden-Manier studiert, obwohl Bologna schon in ihrer Grundschulzeit beschlossene Sache war. Arbeitet nun nebenberuflich als musikalische Bildungsassistentin in Hannover, schreibt, liest und lektoriert ansonsten alles weg, was man ihr vorlegt, und bereitet eine Doktorarbeit in musikwissenschaftlicher Gender Studies vor.

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