Über filmende Mädels beim Konzert

Von einem Mädel beim Konzert

 

Gestern:  Besuch des Konzerts eines populären, deutschen Musikers. Mit meinen Freunden, Ellenbogeneinsatz und einer Prise Dreistigkeit kämpfe ich mich bis ins vordere Viertel der Halle – nah dran sein, Energie des Bühnengeschehens spüren, mit der Masse feiern. Ein Abend ganz nach meinem Geschmack.

Vor meiner Nase: Ein Mädchen, ca. 19 Jahre alt. Sie filmt bewegungs- und regungslos.
Und ich so: HEY! Dann helfe ich ihr eben beim Spaß-haben. Bin ja ein sozialer Mensch.Tanze in ihre Richtung. Sie filmt. Winke vor ihrer Handykamera (sehr penetrant). Sie filmt.

Von der Bühne schallt es: Heeeey! Yeaaaah! Jetzt packt ihr mal alle eure Telefone ein! Anweisung von ganz oben. Ups, nicht gehört. Sie filmt.

Sie starrt auf den Bildschirm. Ich starre auf sie. Sie filmt. Ich frage mich: WARUM?!

Was ist mit dem Musik-erleben, spüren-wollen, passiert?

Keine Kamera der Welt kann die Bässe in meinem Bauch aufzeichnen, und den Drang, sich dazu zu bewegen.

Kein Konzertmitschnitt kann so eine Gänsehaut verursachen, wie der Besuch eines richtigen Konzerts. Klar, so ein self-made Video ist vorzeigbarer als pures Kopfkino. Aber auch weniger als halb so schön! Wie Urlaubsfotos von fremden Menschen. (Und meistens sieht man sich seine Amateurfilmer-Versuche doch eh niemals wieder an…)

Musiker spielen für diese Erlebnisse Konzerte. Für Publikum, das ihnen etwas zurückgibt – und damit meine ich nicht nur das Licht der Kameras und 100.000 YouTube-Clips mit grausiger Musikqualität.

Heute früh wache ich auf und habe am ganzen Körper Muskelkater vom Tanzen.

Sie nur im rechten Arm.

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