SpongeBob – Das SuperBob Album oder warum Seeräuber keine Kreise fahren können

Dieses Mal bei CHARTROULETTE:

 

Kennt ihr diese Aufnahmerituale aus amerikanischen College-Filmen in irgendwelche coolen Verbindungen mit griechischen Buchstaben? So Toilettenwasser trinken und so? Dinge eben, die die neue Person möglichst stark erniedrigen sollen, um zu schauen, wie loyal sie ist. So ähnlich hab ich mich beim schreiben dieses Textes gefühlt. Ein bisschen aber nur. Trotzdem finde ich die Analogie so passend, dass ich einfach mal darin bleibe und die zauberhafte Musik/meine Qualen einfach in einer solchen Aufnahmeprozedur bzw. Party beschreibe:

 

Auf dem Weg zum Verbindungshaus: Auf dem Dach über der Veranda sind drei griechische Buchstaben angebracht, die in meinen Augen keinen logischen Sinn ergeben: ΣΔΤ. Beim Reingehen wird einem der erste Shot in den Mund gegossen und Bierflaschen mit Gaffa an die Hände geklebt. Und dann geht’s los:

 

  1. „Bibabo…“

Bibabobmusik. So viele betrunkene Menschen. Das Verhalten von Betrunkenen ist dem von Kindern nicht unähnlich: wackeliger Gang, “verträumter” Blick und sie antworten hemmungslos ehrlich. Und alle warten auf ihr „Verbindungsoberhaupt“. Das fehlt natürlich. Keiner leitet das Chaos. Alle reden vom „Captain“. Irgendwann reicht es einem der Betrunkenen und er übernimmt die Führung. Er ist klein, gelb und trägt merkwürdige Hosen. Scheint auch schon ganz gut „drauf“ zu sein.

 

  1. Titelsong – XXL-Version (SpongeBob feat. Mr. Krabs, Sandy, Patrick)

Der kleine, gelbe Typ stellt sich vor. Warum er das so nervig tun muss, weiß kein Mensch. Als hätte das noch nicht gereicht, stellt ihn ein kleiner, dicklicher Typ mit roter Farbe im Gesicht und hässlicher Lache noch einmal vor. Nachdem das Schlimmste überstanden scheint, kommt ’n Mädel in Bauern…oder CowGrrrl?!-Klamotten und stellt den gelben Typen noch einmal vor. Außerdem wechseln die Instrumente ständig, bleiben aber auf den gleichen Akkorden. Geschafft. Oder auch nicht. Ein pinker und …naja, sagen wir: etwas ungepflegter Typ, der die ganze Zeit pennend auf einem Sofa lag, ist jetzt wach und pöbelt rum… ach ne… er muss “den Gelben” auch noch einmal vorstellen. Danach gibt es Shots. Leider keine Headshots. Jetzt schon keine Lust mehr. Aber Verbindung: geil.

 

  1. Flüdelüdel (SpongeBob & Patrick)

Wigglewiggle. Oder so. Der Spaß fängt erst richtig an. Nachdem sich jetzt alle vorgestellt haben, kann es also losgehen und die erste Aufgabe wartet: Mit der Nase pfeifen. Und zwar eine Melodie. Die Melodie von Jason Derulos „Wiggle“. Yo. Geil. Am Ende merkt der übelriechende, pinke Typ vom Sofa, dass er keine Nase hat und gröhlt nur noch rum. Geil. Mehr Shots. Bitte. Mehr. Meeeeeeehr. Ich hasse diese Verbindung. Aber noch will ich rein.

 

  1. Ich bin Happy

Der gelbe Typ mit den komischen Hosen erklärt uns jetzt, wie geil er ist und wie toll die Verbindung und sowieso sein Leben ist (Im Hintergrund läuft “Happy” von Pharrell Williams). Verbale Erniedrigung. Er quatscht davon, dass der Boden leuchtet und solche Sachen. Langsam bekomme ich das Gefühl, dass hier neben Alkohol auch andere Drogen konsumiert werden. Ich sollte damit Recht haben: Jedem Anwärter wird eine kleine Pappe in den Mund geschoben (Anm.: So, meine Lieben, wird LSD konsumiert). Kurz darauf fängt der Boden wirklich an zu leuchten… und zu schwimmen und schwimmen und schwumm…

 

  1. Am Meeresgrund

Auf dem Boden mit dem Kopf „hart angekommen“, gehen langsam die Lichter bei mir aus. Ich bekomme noch kurz mit, dass über die Verbindung geredet wird und wie schön und wie toll sie doch sei und was man alles hier tun und lassen kann (ironischerweise läuft „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani [ich hab wirklich keine Ahnung was das da macht, aber es läuft]) und dann bin ich weg.

 

  1. Ich lieg noch wach

Langsam komme ich wieder zu Bewusstsein. Ein Licht brennt sich in meine Netzhaut und der gelbe Typ sitzt neben mir im Bad und hält mir weißes Pulver hin. Davon solle ich schnell wieder wach werden, sagt er. Er sei schon seit Tagen wach und erzählt mir dann, was er alles in der Zeit getrieben hat und was nicht. Ich will kotzen. Aber auch in die Verbindung. Und nehme das Pulver. Im Foyer läuft währenddessen „I need your love“ von Calvin Harris und Ellie Goulding.

 

  1. Bargeldlos…

Ich bekomme nicht so viel mit. Ich bin zwar wach, aber Helene Fischers „Atemlos“ muss ich mir gerade nicht geben und gehe vor die Tür. Erstmal eine rauchen. Also wirklich.

 

  1. Patrick macht Pogo (SpongeBob und Patrick)

Es läuft „Schatzi schenk mir ein Foto“ von Mickie Krause. Irgendwie pogt der pinke Typ dazu. Wie er das schafft, ist mir ein Rätsel. Ich glaube er ist einfach ehh… in einem anderen Bewusstseinszustand. Der gelbe Typ besingt ihn und irgendwie machen sich dabei beide zum Deppen. Was zur Hölle mache ich überhaupt noch hier? Achja, ich bin voll und auf LSD und Speed und hab Hunger.

 

  1. Krabulette (Sandy)

Ich gehe also in die Küche. Plötzlich greifen uns Fleischbällchen an. Dazu kommt „Olly Murs – Troublemaker“. Auch wenn ich schon Hunger auf die Bouletten hätte, laufen wir lieber alle davon. Die Dinger sind super gefährlich. Da bin ich mir sicher. Das CowGrrrl kommt an und erzählt uns, dass wir die besiegen müssen.

 

  1. Du bist da

Vielleicht waren die Drogen nicht so gut. Mir wird ein Zimmer gezeigt, in dem ich pennen kann. Eine Katze legt sich auf mich und ich denke mir: Geil, endlich pennen und Katzenkuscheln. Bäm! Geiler Shice. Die Katze redet mit mir. Sie wohnt wohl in dem Zimmer. Außerdem ist das Vieh ‘ne Schnecke. WTF?! Okay. Sie ist einfach da. Und ich freue mich darüber. Dazu läuft „Au revoir“ von Mark Forster.

 

  1. Schokolade

Kennt ihr das, wenn ihr im Bett liegt und denkt: „Geil – pennen.“ aber euer Bauch eher sagt: „GIIIIIB MIIIIIIIR SCHOOOOOKIIIIIII“? Genau. In den seltensten Fällen ist aber Schokolade da. Deswegen haben sich der gelbe und der ungepflegte, pinke Typ ausgedacht, dass sie fahrende Schokoladenverkäufer werden und laufen mit Schokolade rum. Klar, dass dann die Gäste ausrasten. Irgendein Druffie hat den beiden trotzdem die ganze Schokolade abgekauft für’n paar Pillen. Ironischerweise lief dazu „Chocolate“ von Soul Control.

 

  1. Schneckentanz

Geil, Pillen. Auf „X“ lässt sich super tanzen. Zumindest glauben das die meisten. Wenn dazu noch einige andere Drogen kommen, dann werden auch Dinge betanzt wie Schnecken. Und so. Naja. Geil: Pillen. Aufdreh’n – Abgeh’n. Sogar zu O-Zones „Dragostea din tei“. Die Katzen-Schnecke-Wasauchimmer ist irgendwie auch da.

 

  1. Bist du da, Thaddäus

Nacht ist durch. Die shice Sonne geht auf. Ohne Witz. Wie spät ist es? Die Typen suchen „Thaddäus“, der wohl eine Uhr hat und in der Nachbarschaft wohnt. Ich weiß nicht, was das soll, aber es läuft „An der Nordseeküste“ von Klaus & Klaus.

Thaddäus ist genervt, weil Sonntag ist und er keine Lust auf die Druffies hat. Klick um zu Tweeten

 

  1. Ich find die Hose nicht

Der gelbe Typ sucht seine Hose. Die hat er verloren. Das passiert. „I sing a Liad für di“ von Andreas Gabalier läuft. Ich bekomme Kopfschmerzen. Und muss kotzen. Und der Typ findet seine verdammte, eckige Hose nicht. Echt nicht. Der Witz ist, dass er die Hose einfach in den Kniekehlen hängen hat. Das bemerkt er allerdings erst sehr sehr seheeeeeeeeeeeehehehehr spät.

 

  1. Der Dadada-Walzer

Im Verbindungshaus ist mittlerweile Putzparty. Das heißt, es wird aufgeräumt. Witzigerweise zu Strauss‘ „An der schönen blauen Donau.“. Die restlichen Druffies werden langsam wach und wollen weg.

 

  1. Bibabobmusik (Feuerwerkssinfonie)

Schluss. Aus. Vorbei. Endlich. Ich kann eh nicht mehr.

 

  1. Hidden Track

„Das gleiche Lied nochmal?“ „Das gleiche Lied nochmal!“ Niemals. Nie. Nicht. Wieder. Never.

 

Scheiß Verbindung. Scheiß Leben. Scheiß Drogen. Aber ohne lässt sich das Album einfach nicht aushalten. Man braucht schon das weichgedrogte Gehirn eines Druffies oder eines 5-jährigen Kindes um das auszuhalten. Ich rauch‘ jetzt erstmal eine*n.

 

Ach ja: Seeräuber können nicht im Kreis fahren, weil sie Pi raten. Klick um zu Tweeten

 

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2 Antworten

  1. Crash sagt:

    Soll das lustig sein? Wenn ja: Ziel klar verfehlt.

    • Holger Kurtz sagt:

      Uns wird angezeigt, dass Sie eher ein Freund lustiger Maliadressen sind. Wir bemühen uns, jedem Leser zu gefallen. Daher werden wir versuchen, auch für Leser mit @beer.com Mailadressen, etwas humoristisch Ansprechendes zu finden. Haben Sie schon unseren Beitrag zu #DrunkOpera gesehen? Der könnte Ihnen munden.
      Liebe Grüße nach Beerlefeld.

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