Dementi: Alle Türken haben kleine Hände

Alle Türken Deutschen (Anm. der Redaktion: hierbei handelt es sich um eine völlig freiwillige, aber dumme Form der Selbstzensur) haben kleine Hände.

Nachdem Jan Böhmermann, der Klassenclown der Nation (mit großer Fanbase hier im Blog), was vom großen Erdogan auf die Zipfelmütze zu bekommen droht und die Dresdner Sinfoniker dank Barbara-Streisand-Effekt – mit freundlicher Unterstützung der türkischen Regierung – inzwischen vor ausverkauftem Haus die Qual der Wahl zwischen den Begriffen “Genozid” und “Völkermord” haben, scheint das Hype-Warmup der Öffentlichkeit endlich beendet zu sein und diese dreht nun selbst proaktiv an der Hysteriespirale. Nicht anders lässt sich auf jeden Fall die Pressemeldung der Komischen Oper Berlin vom 3. Mai 2016 erklären.

Bahnen sich weitere prophylaktische Dementi an?

Bahnen sich weitere prophylaktische Dementi an?

Wer da jetzt auf wessen Zug aufspringen will, um ein paar mehr Exemplare (Zeitungen oder Opernkarten) zu verkaufen, ist auch grade wurschd. Auf jeden Fall fühlen wir uns daher dazu berufen, durch unsere neu zu gründende Pressestelle (bisher im Team: ein klasse 1a-Schülerpraktikant) ein Dementi zu veröffentlichen:

Die gesamte Redaktion von musik-mitallemundvielscharf.de weist alle möglichen Anschuldigungen von sich; auch die, dass die türkische Regierung direkt oder indirekt auf uns Einfluss genommen hätte. Im gleichen Atemzug zeigen wir uns von dieser Tatsache sehr enttäuscht: Wer, wenn nicht wir, könnte das ideale Sprachrohr für türkischen Lebensstil in der Klassik-, ja, in der Musikszene generell sein? Schon mit unserem Namen haben wir ein glühend gewürztes Bekenntnis abgelegt zu Döner, Fazıl Say und C-A-F-F-E-E.

Wir möchten daher an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betonen:

Wir sind käuflich - nur nicht am Kiosk. Klick um zu Tweeten

Philipp Krechlak

Intelligent, charmant, gut aussehend, sportlich, aber vor allem eins: bescheiden. Exilschwabe, zunächst im Saarland, jetzt in der (Kur)pfalz. War naiv genug zu glauben, dass mit dem Ende des Studiums (Wirtschaftsmathe in UL, Musikmanagement in SB) und dem Arbeitsalltag (Orchestermanagement in LU, jetzt MA) der Ernst des Lebens beginnt.

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